Landtagswahlen in Nordwest

Der Verband der Pflegedirektoren und -direktorinnen an den Universitätskliniken und medizinischen Hochschulen in Deutschland (VPU e.V.) und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest e.V. haben die politischen Parteien in Nordrhein-Westfalen (NRW) und Schleswig-Holstein aufgefordert, ihre Positionen und Ziele für die Pflegepolitik offenzulegen und konkrete Maßnahmen zur Zielerreichung zu benennen. Im Vorfeld der Befragung hatten Vertreter beider Verbände Gesundheitspolitiker der Parteien umfassend über die politischen Forderungen der beruflich Pflegenden informiert und wiederholt an die Abgeordneten appelliert, die Anliegen dieser Berufsgruppe in den Wahlprogrammen zu den im Mai anstehenden Landtagswahlen zu berücksichtigen.

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 07.Mai 2017

Wir haben nachgefragt – der DBfK Nordwest und der Verband der PflegedirektorInnen der Unikliniken (VPU) haben zwölf Fragen rund um die Pflege an die Abgeordneten und Parteien zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein gestellt. Lesen Sie hier die Antworten, die bei uns bis zum 30.04.2017 eingegangen sind und die wir für Sie in einer Übersicht zusammengestellt haben.

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 14.Mai 2017

Wir haben nachgefragt – der DBfK Nordwest und der Verband der PflegedirektorInnen der Unikliniken (VPU) haben neun Fragen rund um die Pflege an die Abgeordneten und Parteien zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gestellt. Lesen Sie hier die Antworten, die bei uns eingegangen sind und die wir für Sie in einer Übersicht zusammengestellt haben.

Zahlreiche Gesetzesinitiativen, Modellprojekte und Statements von politischen Repräsentanten zeigen, dass die Bedeutung der größten Berufsgruppe in Deutschland in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist. Doch es gibt noch viel zu tun: Zentrale Reformvorhaben wie die Modernisierung der Pflegeausbildung wurden nach zähen Verhandlungen in deutlich abgeschwächter Form verabschiedet. Von einer nachhaltigen Verbesserung der monetären und organisatorischen Rahmenbedingungen in der Pflege ist Deutschland ebenfalls noch weit entfernt. Nach Einschätzung von VPU und DBfK Nordwest wird daran auch die kürzlich erfolgte Einigung von Bund und Ländern, die Pflege durch Einführung fester Personaluntergrenzen zu stärken, nichts ändern. Auch diese wurde nach langem Ringen um einen Kompromiss erzielt – und weist VPU und DBfK Nordwest zufolge einen wesentlichen Webfehler auf. „Wir brauchen eine Nachweispflicht, um kontrollieren zu können, ob die zur Verfügung gestellten Mittel bestimmungsgemäß eingesetzt wurden, oder ob sie zur Querfinanzierung pflegefremder Projekte verwendet wurden“ erneuert Torsten Rantzsch, VPU-Vorstandsvorsitzender sowie Pflegedirektor und Vorstandsmitglied am Universitätsklinikum Düsseldorf, seine Forderung.

Es fehlt an klaren pflegepolitischen Konzepten
Pflegepolitik ist weitgehend Angelegenheit der Bundesländer. Um einschätzen zu können, für welche Pflegepolitik die Parteien in NRW und Schleswig-Holstein stehen, wie sie die Rahmenbedingungen für die beruflich Pflegenden nach der Wahl prägen wollen und die Forderungen der Pflegeberufsverbände unterstützen, haben der VPU und der DBfK Nordwest die Parteien zu ihrer Position, Zielsetzung sowie konkreten Konzepten zur Zielerreichung in Bezug auf die drängendsten Themen der Pflege befragt: Mindestpersonalvorgaben in der Pflege, Instrumente zur Personalbemessung, Selbstverwaltung in Form einer Landespflegekammer, Sicherstellung einer angemessenen Vergütung, Umsetzung der Reform der Pflegeausbildung, Bekämpfung des Fachkräfte- und Nachwuchsmangels – um nur einige Themen zu nennen. „Das Ziel der Befragung war, den Parteien einmal mehr bewusst zu machen, dass sie sich zu den für die Pflege wichtigen Themen eindeutig positionieren und den Pflegenden Antworten liefern müssen. Nur so werden sie die Wählerinnen und Wähler innerhalb der größten Berufsgruppe des Landes davon überzeugen, das Wahlkreuz an der richtigen Stelle zu setzen“, so Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest e.V.

VPU und DBfK Nordwest sind entschlossen, sich weiterhin für eine Pflegepolitik stark zu machen, die die Interessen der Pflegenden in den Fokus stellt. „Die Parteien realisieren zunehmend, dass wir, der VPU und der DBfK Nordwest, wichtige Gesprächspartner und Sparringspartner für die Politik sind, die immer wieder entscheidende Impulse zur Weiterentwicklung der Pflegepolitik geben. Diese Position werden wir gemeinsam ausbauen, zum Nutzen aller beruflich Pflegenden“, bekräftigen Torsten Rantzsch und Martin Dichter.


Über den VPU e.V.
Der Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands e.V. (VPU) ist der Managementverband leitender Pflegefachkräfte an den deutschen Universitätskliniken. Die 33 im VPU organisierten Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren repräsentieren etwa 60.000 Pflegende an deutschen Universitätskliniken. Ziel der Verbandsarbeit ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine qualitätsorientierte Pflege. Sitz der Geschäftsstelle des VPU e.V. ist Berlin. Website: www.vpu-online.de

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