Hitze ist das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Sie kann für alle gefährlich werden, das Risiko wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

Doch das Bewusstsein für die Gefahren von Hitze und die Maßnahmen zum Schutz, insbesondere für gefährdete Personen, sind in der Bevölkerung noch unzureichend. Damit sich das ändert, findet seit 2023 jährlich der Hitzeaktionstag statt, der durch das Bundesministerium für Gesundheit initiiert wurde. In diesem Jahr findet er am Donnerstag, 11. Juni statt.
An diesem Tag steht der Vernetzungsgedanke ganz vorn: Nur gemeinsam kann Hitzeschutz vorangetrieben werden. Angestoßen durch die letzten Hitzeaktionstage hat sich bereits einiges zur Verbesserung des gesundheitlichen Hitzeschutzes getan. Unter anderem wurde ein Hitzeschutzplan für Gesundheit entwickelt.
Wir möchten als DBfK dazu aufrufen, in Einrichtungen oder als Team eigene Aktionen, Veranstaltungen oder Maßnahmen zur Aufklärung zu organisieren und sich am Hitzeaktionstag zu beteiligen. Jede Veranstaltung und jede Aktion kann viel bewegen. Eine Leitfrage dabei kann sein: Was kann die Pflege tun, um die zu pflegenden Menschen, die Mitarbeitenden oder auch ganze Bevölkerungsgruppen vor Hitze zu schützen?
Wer Impulse für die Umsetzung benötigt, kann gerne auf
unsere Homepage nachschauen
(AG Nachhaltigkeit im DBfK) oder sich bei Sarah Fliesgen (Referentin
Nachhaltigkeit und Klimaschutz) melden (flsgndbfkd).
Auch die AG Nachhaltigkeit im DBfK führt eine Online-Veranstaltung zum Thema
„Hitzeschutz
in der Pflege: Herausforderungen und Lösungen im ambulanten Alltag“
durch. Diese findet
am Donnerstag, 11. Juni um 18 Uhr statt. Sie ist kostenfrei und steht allen Interessierten offen.
Gemeinsam mit Expertinnen aus Praxis, Wissenschaft und Organisationen, wird diskutiert, wie Hitzeschutz in der ambulanten Pflege konkret umgesetzt werden kann, welche Maßnahmen bereits heute möglich sind und in welchen Bereichen uns neue Ideen voranbringen.
Dr. Heidi Oschmiansky (Klimaanpassung DRK) wird in das Thema der Relevanz von Hitzeschutz in der ambulanten Pflege einführen sowie aktuelle Herausforderungen beleuchten. Lilly Leppmeier (BGW) richtet den Blick auf den Hitzeschutz als wichtigen Bestandteil des Arbeitsschutzes: Wie kann gute Arbeitsgestaltung bei Hitze in der ambulanten Pflege aussehen? Vanessa Berndt (Hochschule Bochum) stellt ein Transferprojekt vor und zeigt, wie die Kooperation zwischen Pflege und Kommune konkret gestaltet werden kann, um Hitzeschutz nachhaltig zu verbessern. Zum Abschluss laden wir alle Teilnehmenden zur offenen Diskussion ein.
Eine weitere Veranstaltungsempfehlung ist die Abschlussveranstaltung des Projektes „Hitzeschutz in der Pflege“.
Am 9. Juni 2026 von 10 bis 12 Uhr werden praxisnahe Lehr- und Lernmaterialien zum Hitzeschutz in der Pflege (HiP) vorgestellt. Hier erfahrt ihr, wie das neue Modul „Hitzeschutz“ nach den Empfehlungen der Rahmenpläne der Fachkommission nach PflBG umgesetzt wird.
Anmeldung unter hitze-in-der-pflege.de oder über die Zoom-Anmeldung.