Was macht professionelle Pflege aus? Wer trifft die politischen Entscheidungen dazu? Und wie können beruflich Pflegende aktiv Einfluss nehmen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Berufspolitischen Unterrichte des DBfK Nordwest im November und Dezember.
Der DBfK Nordwest besucht unter anderem mit Mitgliedern der AG Junge Pflege regelmäßig Bildungseinrichtungen der professionellen Pflege, um angehende Pflegefachpersonen für berufspolitische Themen zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, wie politisches Engagement zur eigenen Selbstwirksamkeit beitragen kann.
Am 18. November unterrichteten Vanessa Gaspar, Referentin für Fort- und Weiterbildung im DBfK Nordwest, und Jana Feldwieser-Knahl, Delegierte im DBfK Nordwest und Mitglied der AG Junge Pflege, rund 100 Auszubildende verschiedener Kurse des Bildungszentrums der Medizinischen Hochschule Hannover. Am 4. Dezember war außerdem die stellvertretende Nordwest-Vorsitzende Swantje Seismann-Petersen für einen Berufspolitischen Unterricht in der Kölner Lindenburg Akademie – Schule für Pflegefachberufe zu Gast.
Dabei ging es unter anderem um die neuen ICN-Definitionen von „professioneller Pflege“ und „Pflegefachperson“ anhand konkreter Beispiele aus dem Praxisalltag der Auszubildenden. Auch das Thema Berufsstolz führte zu regen Diskussionen, unter anderem zur Frage, wie Sprache und die eigene Haltung den Berufsstolz beeinflussen. Darüber hinaus lernten die Auszubildenden die wichtigsten Akteure der Berufspolitik kennen: Gewerkschaften, Pflegekammern und Berufsverbände sowie deren jeweilige Funktionen und Aufgaben.
Ziel des Berufspolitischen Unterrichts ist es, Auszubildenden und Studierenden zu vermitteln, dass sie als (angehende) professionell Pflegende selbst Teil einer aktiven Veränderungskultur sein können.