Die Bundesregierung hat offiziell die neue Pflegestrukturkommission berufen. Das 13-köpfige Gremium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Georg Cremer und Prof. Gabriele Kuhn-Zuber hat die gewaltige Aufgabe, Empfehlungen für eine krisenfeste und zukunftssichere Pflegeversicherung zu erarbeiten.
Ein Blick auf die Zusammensetzung der Kommission zeigt ein vielschichtiges Bild:
Warum wir jetzt von außen laut sein müssen
Für den DBfK ist klar: Wenn die Politik die professionelle Pflege nicht direkt an den Verhandlungstisch holt, müssen wir der Praxis von außen umso lauter Gehör verschaffen!
Dazu haben wir der Kommission unser DBfK-Positionspapier mit pflegefachlichen Empfehlungen zugeschickt, in dem wir klarstellen, dass rein theoretische Reformkonzepte oder ökonomische Rechenmodelle zu kurz greifen, wenn sie an den Versorgungsrealitäten der professionell Pflegenden vorbeigeplant werden. Eine Debatte, die sich primär um die Umverteilung von Finanzströmen dreht, löst keinen einzigen Engpass vor Ort. Wer die Pflegeversicherung dauerhaft stabilisieren will, muss zwingend die berufliche Autonomie und die Handlungskompetenzen der Pflegefachpersonen stärken.
Damit die Pflegestrukturkommission nicht an den drängenden Problemen des Alltags vorbeiberät, haben wir mit unserem aktuellen Positionspapier einen klaren Fahrplan vorgelegt. Wir zeigen auf, welche Weichen jetzt gestellt werden müssen – damit Reformen bei den Menschen mit Pflegebedarf und den Pflegenden ankommen: