Berufsbedingte Hauterkrankungen gehören zu den Spitzenreitern bei den Berufskrankheiten. Allein 2025 gingen bei der gesetzlichen Unfallversicherung 14.315 Verdachtsanzeigen auf eine Hauterkrankung ein, davon 8.092 Verdachtsanzeigen auf Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen. Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V. (BVDD) hat nun einen Kampagnenmonat gestartet, der über berufsbedingte Hauterkrankungen aufklärt und sich insbesondere auch an Pflegefachpersonen richtet.
Ein zentrales Anliegen der Kampagne haut+job ist es, über die Möglichkeiten des Hautarztverfahrens und die Bedeutung der frühzeitigen Verdachtsmeldung aufzuklären. Für Betroffene kann die Meldung einer berufsbedingten Hauterkrankung entscheidend sein: Sie eröffnet den Zugang zu Präventionsmaßnahmen, spezialisierten Behandlungen und Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung mit dem Ziel, die Hautgesundheit und die berufliche Tätigkeit langfristig zu erhalten.
Vielen Beschäftigten ist nicht bewusst, dass hinter wiederkehrenden Hautproblemen ein beruflicher Zusammenhang stehen kann. Dabei kann eine frühzeitige Verdachtsmeldung wichtige Unterstützung ermöglichen, bevor sich Beschwerden verschlimmern oder die berufliche Tätigkeit eingeschränkt wird.
Hautgesundheit im Pflegeberuf erhalten
Pflegefachpersonen gehören zu den Berufsgruppen mit einem erhöhten Risiko für berufsbedingte Hauterkrankungen. Häufiges Händewaschen, Händedesinfektion, das Tragen von Schutzhandschuhen sowie der regelmäßige Kontakt mit Feuchtigkeit können die Hautbarriere langfristig belasten und die Entstehung von Handekzemen begünstigen.
Gerade deshalb ist es wichtig, erste Hautveränderungen ernst zu nehmen und frühzeitig medizinische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Das Hautarztverfahren bietet die Möglichkeit, Betroffene gezielt zu beraten, Präventionsmaßnahmen einzuleiten und die Hautgesundheit langfristig zu erhalten, damit Pflegekräfte ihren Beruf dauerhaft ausüben können.
Die Kampagne haut+job möchte daher nicht nur Betroffene informieren, sondern auch Mediziner:innen sowie Arbeitgebende ermutigen, berufliche Ursachen aktiv mitzudenken und entsprechende Verdachtsfälle konsequent zu melden.
Wissen schützt
Während des Aktionsmonats November informiert die Kampagne unter anderem zu den Themen:
Auf der Webseite www.haut-und-job.de finden Betroffene, Behandelnde und Arbeitgebende praxisnahe Informationen, weiterführende Materialien und Ansprechpartner:innen rund um die Berufsdermatologie.