DBfK aktuell - November 2026

Von Profis lernen: Pflegefachfrauen in die Parlamente!

Neues Netzwerk für DBfK-Frauen mit politischen Ambitionen kommt

DBfK Nordwest-Geschäftsführerin Sandra Mehmecke (oben re.) mit Katharina Schulz (oben li.), Andrea Prell (Mitte li.), Birte Pauls (Mitte re.) und Marleen Schönbeck (unten)
DBfK Nordwest-Geschäftsführerin Sandra Mehmecke (oben re.) mit Katharina Schulz (oben li.), Andrea Prell (Mitte li.), Birte Pauls (Mitte re.) und Marleen Schönbeck (unten)

In den Parlamenten auf kommunaler Ebene, in den Landtagen und Bürgerschaften sowie im Bundestag sind zu wenig Pflegefachpersonen vertreten – und noch viel weniger Frauen. Und das, obwohl Frauen die professionelle Pflege prägen. Ein DBfK-Workshop brachte Frauen aus der professionellen Pflege mit Politikerinnen zusammen, die mit ihnen über Wege in politische Ämter sprachen. Daraus entstand der Wunsch nach einem dauerhaften Netzwerk, das nun in Kürze an den Start gehen wird.

Die Idee für den DBfK-Workshop „Pflege. Macht. Politik!“ am 6. Oktober war so einfach wie genial: Berufspolitikerinnen mit pflegefachlichem Hintergrund teilen ihre Erfahrungen, Strategien und Werdegänge mit weiblichen DBfK-Mitgliedern. Birte Pauls (SPD Schleswig-Holstein), Katharina Schulz (Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein), Marleen Schönbeck (CDU Nordrhein-Westfalen) und Andrea Prell (SPD Niedersachsen) berichteten von ihren persönlichen Wegen in die Politik, von Chancen und Hürden und davon, was es bedeutet, sich mit einer eigenen Position einzumischen. 

In einem Gespräch auf Augenhöhe konnten die Teilnehmerinnen nachfragen: Wie findet man neben Arbeit und Familie überhaupt die Zeit für den Einstieg? Wie viel Durchsetzungsvermögen braucht es, um einen Fuß in die Tür zu bekommen? Und wie überwindet man mögliche Widerstände auf dem Weg ins politische Amt? 

Die persönlichen Einblicke der Berufspolitikerinnen machten deutlich, dass es zwar keinen Königsweg ins Parlament gibt. Wohl aber bewährte Laufbahnen, die mit einem persönlichen Leidenschaftsthema, lokalem Engagement oder schlicht mit dem Entschluss beginnen können, Verantwortung zu übernehmen. Zugleich zeigte sich, warum es für die professionelle Pflege so wichtig ist, sich noch mehr zu politisieren. 

Vom Workshop zum Netzwerk 

Am Ende waren sich die Teilnehmerinnen einig, dass der Workshop ein Auftakt für etwas Größeres sein soll: ein neues Netzwerk. Unter dem Titel „Pflege. Frauen. Politik – politische Netzwerkabende für Frauen im DBfK“ soll künftig ein vertraulicher Raum für Frauen entstehen, die sich auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene bereits politisch engagieren, erste Schritte planen oder sich zunächst orientieren möchten. DBfK Nordwest-Geschäftsführerin Sandra Mehmecke sieht darin ein wichtiges Signal: „Denn wir brauchen dringend mehr Frauen aus der professionellen Pflege, die ihre Erfahrung und fachliche Expertise in Parlamente einbringen“, so Mehmecke in einer begleitenden Pressemitteilung. Weitere Infos zum neuen Netzwerk folgen in Kürze.

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