DBfK aktuell - Oktober 2026

Etappenziel erreicht: Bundesländer bringen Hitzeschutz auf den Weg

In den berufspolitischen Forderungen an Politiker.innen im Südwesten war die Klimaanpassung in allen Pflegesettings eines der wesentlichen Themen. Hitzeschutz- und Umweltschutzpläne fanden sich in unserem Forderungspapier ebenso wie die vollständige Refinanzierung der notwendigen baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen. Ziel ist ein klimaresilientes Versorgungssystem, das Personal und vulnerable Gruppen wirksam schützt. 

Wenn nun ein Sommer nach dem anderen zum Jahrhundertsommer erklärt wird, Temperaturrekorde immer wieder überboten werden, Jahr für Jahr die Zahlen der Hitzetoten steigen und Einrichtungen der Langzeitpflege wegen überhitzter Zimmer evakuiert werden müssen, dann wird auch in Politik und Öffentlichkeit klar, dass in Pflegeheimen, Kliniken und der ambulanten Versorgung das Warten auf den Herbst oder das Hoffen auf kühlere Sommer keine Option mehr ist. Und tatsächlich: mehrere Bundesländer brachten zusätzlich zu bereits bestehenden Projekten unterschiedliche Maßnahmen zum Hitzeschutz auf den Weg.

Rheinland-Pfalz legte ein Hitzesofortprogramm für Krankenhäuser auf.  Künftig fördert das Land kombinierte Hitzeschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen mit bis zu 100 Prozent.

In Baden-Württemberg wurde zusätzlich zu dem bereits bestehenden Aktionsbündnis Klimawandel und Gesundheit, das die fachliche Zusammenarbeit beim Hitzeschutz auf Landesebene ausbauen und verstetigen soll, eine  „Taskforce Gesundheitlicher Hitzeschutz“ ins Leben gerufen.

Das Saarland reagierte ebenfalls und finanziert für Krankenhäuser insbesondere Maßnahmen, die sich kurzfristig umsetzen lassen, um besser gegen anhaltende Hitzeperioden gewappnet zu sein.

Die hessische Landesregierung hat das Förderprogramm Hitzehilfe für Hessen gestartet und finanziert damit unter anderem Klimaanlagen in Pflegeeinrichtungen.

„Es freut mich, dass sich viele unserer Forderungen auf Länderebene wiederfinden“, sagt Andrea Kiefer, Vorsitzende des DBfK Südwest. „Gleichwohl ist das nur ein Etappenziel. Wie werden uns weiter dafür einsetzen, dass Klimaanpassung und konkreter Hitzeschutz sowohl für Patient:innen und Bewohner:innen als auch für die Beschäftigten konsequent weiterentwickelt und umgesetzt werden.“

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