DBfK aktuell - Oktober 2026

Pflegestudiengang kaputtgespart: DBfK Nordwest kritisiert den Hamburger Senat

Der Hamburger Senat hat die Finanzmittel für die Hochschulen kurzfristig gekürzt und damit für das vorzeitige Aus des neuen und einzigen Masterstudiengangs zur Qualifizierung von Pflegepädagog:innen an der HAW Hamburg und der Universität Hamburg gesorgt. Allen 32 Bewerber:innen wurde für das Wintersemester 2026/2027 abgesagt. Der DBfK Nordwest warnt vor den Folgen dieser Entscheidung.

Der Studiengang ist derzeit der einzige Qualifizierungsweg in Hamburg, der nach den Vorgaben des Pflegeberufegesetzes für eine Lehrtätigkeit an Pflegeschulen befähigt. „Hamburg spart ausgerechnet dort, wo die Zukunft der Pflegeausbildung entschieden wird: bei den dringend benötigten, gut qualifizierten Lehrpersonen“, kommentierte DBfK Nordwest-Vorstandsmitglied Lili Mallée die Entscheidung in einer Pressemitteilung. 

Besonders kritisch ist die Entscheidung, weil viele Pflegeschulen bereits heute auf Übergangsregelungen angewiesen sind, nach denen auch Lehrpersonen auf Bachelorniveau unterrichten dürfen. Diese laufen Ende 2029 aus, bis dahin müssen zahlreiche Lehrpersonen einen pflegepädagogischen Masterabschluss nachholen. Ohne den Studiengang droht sich der Mangel an qualifizierten Lehrenden weiter zu verschärfen. 

Der DBfK Nordwest hat den Hamburger Senat aufgefordert, die Finanzierung des Masterstudiengangs sowie der akademischen Pflegeausbildung insgesamt dauerhaft zu sichern. Auch Praxispartner der beiden Hochschulen aus unterschiedlichen Versorgungsbereichen schlugen Alarm und appellierten in einem gemeinsamen Brief an den Ersten Hamburger Oberbürgermeister Dr. Peter Tschentscher (SPD), sich für die Pflegestudiengänge stark zu machen und diese finanziell abzusichern.

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