
Mit einem Festakt hat die Hochschule Hannover am 15. September den neuen Masterstudiengang „Erweiterte Pflegepraxis – Advanced Nursing Practice (ANP) / Community Health Nursing (CHN)” feierlich eröffnet. Der Studiengang gilt als wichtiger Schritt, um Pflegefachpersonen mit erweiterten Kompetenzen für neue Aufgaben in der Gesundheitsversorgung zu qualifizieren.
Der Masterstudiengang richtet sich an Pflegefachpersonen, die künftig hochkomplexe Versorgungsaufgaben übernehmen möchten. Zu den möglichen Arbeitsfeldern gehören unter anderem ländliche Gemeinden, der Öffentliche Gesundheitsdienst oder Beratungsstellen. Durch seine generalistische Ausrichtung auf alle Versorgungsbereiche ist der Studiengang in Niedersachsen bislang einzigartig.
Community Health Nurses wohnortnah verankern
Für den DBfK Nordwest war bei der Eröffnung Geschäftsführerin Sandra Mehmecke vor Ort. Robert Bitterlich, Projektmanager im DBfK für Community Health Nursing, stellte in einem Vortrag den Beitrag des DBfK und der Agnes Karll Gesellschaft an der Entwicklung von CHN in Deutschland dar. Zusätzlich sprach sich der DBfK Nordwest in einer Pressemitteilung dafür aus, Community Health Nurses dauerhaft und flächendeckend in Niedersachsen zu verankern. Community Health Nurses arbeiten wohnortnah, beraten Menschen, koordinieren Unterstützungsangebote und vernetzen regionale Akteur:innen insbesondere dort, wo die ärztezentrierte Primärversorgung an ihre Grenzen stößt.
Wie diese Rolle bereits heute wirken kann, zeigte Community Health Nurse Miriam Steens zuvor beim Pflegetag Niedersachsen am 10. September. Steens entwickelt im Rahmen eines Forschungsprojekt im Raum Bremervörde/Zeven niedrigschwellige Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.
Mit dem neuen Masterstudiengang werden künftig mehr Pflegefachpersonen für diese anspruchsvolle Rolle qualifiziert. Aus Sicht des DBfK Nordwest kommt es nun darauf an, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Community Health Nurses ihre Kompetenzen dauerhaft und flächendeckend in Niedersachsen einbringen können.