Koalitionsvertrag Baden-Württemberg greift wichtige Anliegen professioneller Pflege auf

07.05.2026

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe Südwest (DBfK Südwest) begrüßt, dass der neue Koalitionsvertrag von Bündnis 90/Die Grünen und CDU Baden-Württemberg zentrale pflegepolitische Themen sichtbar aufgreift. Aus Sicht des Verbandes zeigt sich darin, dass professionelle Pflege als wichtiger Bestandteil moderner Gesundheitsversorgung, Fachkräftesicherung und regionaler Versorgungsstrukturen stärker in den Blick genommen wird.

„Wir sehen im Koalitionsvertrag mehrere Punkte, für die sich der DBfK Südwest in den vergangenen Monaten klar eingesetzt hat. Das ist ein wichtiges Signal für die professionelle Pflege in Baden-Württemberg“, sagt Andrea Kiefer, Vorsitzende des DBfK Südwest.

Der DBfK Südwest hatte im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen insbesondere eine sichtbarere Steuerung von Pflege auf Landesebene, bessere Anerkennung und Integration internationaler Pflegefachpersonen, die stärkere Einbindung von Advanced Practice Nurses und Community Health Nurses in regionale Versorgungsstrukturen sowie die Stärkung von Pflegebildung und Pflegeforschung angeregt. Zu all diesen Punkten finden sich im Koalitionsvertrag erkennbare Anknüpfungen.

So soll der Landespflegeausschuss in seiner strategischen Bedeutung und öffentlichen Wirksamkeit weiterentwickelt werden. Gerade dafür ist es wichtig, dass die professionelle Pflege im Landespflegeausschuss auch künftig mit eigener fachlicher Stimme und verbindlich eingebunden vertreten bleibt. Internationale Pflegefachpersonen werden mit Blick auf Anerkennung, Spracherwerb und Integration ausdrücklich berücksichtigt. Neue pflegerische Rollen wie die Community Health Nurse werden benannt; auch Advanced Practice Nurses werden aufgegriffen. Zudem kündigt der Koalitionsvertrag an, Pflegeforschung und Pflegewissenschaften zu stärken und die Pflegefachassistenzausbildung weiter abzusichern.

„Besonders wichtig ist für uns, dass Pflege im Koalitionsvertrag nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Teil der Lösung beschrieben wird. Das gilt für neue pflegerische Rollen ebenso wie für Pflegeforschung, Fachkräftesicherung und die Weiterentwicklung regionaler Versorgungsstrukturen“, so Andrea Kiefer.

Positiv bewertet der DBfK Südwest außerdem den angekündigten Ausbau von Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege, die Stärkung der pflegerischen Notfallversorgung, die verbindliche Etablierung Kommunaler Pflegekonferenzen sowie die Weiterentwicklung von Telepflege und innovativen sektorenübergreifenden Versorgungskonzepten. Auch darin sieht der Verband wichtige Anknüpfungspunkte zu den eigenen fachpolitischen Vorschlägen.

„Der Koalitionsvertrag enthält aus unserer Sicht eine Reihe richtiger Ansatzpunkte. Jetzt kommt es darauf an, diese Vorhaben gemeinsam mit pflegefachlicher Expertise konkret auszugestalten und in die Umsetzung zu bringen. Der DBfK Südwest bringt dafür die fachliche Stimme der professionellen Pflege ein und sollte diesen Prozess weiterhin verbindlich mitgestalten“, erklärt Andrea Kiefer.

Der DBfK Südwest bietet der neuen Landesregierung an, die angekündigten pflegepolitischen Vorhaben fachlich-konstruktiv zu begleiten und seine Expertise in die weitere Ausgestaltung einzubringen.

Anja Kathrin Hild
Referentin für Politik- und Medienkommunikation

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