28.05.2026
Zum bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz am 2. Juni macht der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) auf die zentrale Bedeutung der Speziellen Schmerzpflege aufmerksam. Menschen mit akuten oder chronischen Schmerzen benötigen eine qualitativ hochwertige, evidenzbasierte und personenzentrierte Versorgung. Dafür braucht es speziell qualifizierte Pflegefachpersonen, die ihre Expertise verbindlich in die Versorgung einbringen können.
„Schmerzen beeinträchtigen Lebensqualität,
Selbstständigkeit und Teilhabe massiv. Pflegefachpersonen mit einer
Weiterbildung in Spezieller Schmerzpflege leisten einen unverzichtbaren
Beitrag, um Betroffene professionell und wirksam zu begleiten“, erklärt Vera
Lux, Präsidentin des DBfK.
Die Anforderungen an das Schmerzmanagement sind in den vergangenen Jahren
deutlich gestiegen. Besonders bei komplexen chronischen Schmerzerkrankungen
braucht es spezialisierte Kompetenzen im Assessment, in der pflegerischen
Diagnostik, in edukativen Maßnahmen sowie in der Steuerung medikamentöser und
nicht-medikamentöser Therapien. Der Pflegeprozess und die pflegerische
Einschätzung sind dabei gesetzlich verankerte Vorbehaltsaufgaben von
Pflegefachpersonen. Vera Lux macht deutlich: „Wer Menschen mit komplexen
Schmerzsituationen versorgen will, braucht hochqualifizierte Pflegefachpersonen
im interprofessionellen und therapeutischen Team. Spezielle Schmerzpflege ist daher
keine Zusatzoption, sondern ein zentraler Bestandteil moderner
Gesundheitsversorgung.“
Der DBfK fordert deshalb:
Die Weiterbildung Spezielle Schmerzpflege orientiert sich an europäischen Standards und vermittelt vertiefte Kompetenzen in Schmerzassessment, Edukation, interprofessioneller Zusammenarbeit sowie evidenzbasierter Therapiegestaltung. Pflegefachpersonen übernehmen damit eine Schlüsselrolle für Qualitätssicherung und Patient:innensicherheit. „Eine gute Schmerzversorgung gelingt nur interprofessionell – aber sie gelingt nicht ohne Pflege. Speziell qualifizierte Pflegefachpersonen sorgen dafür, dass Schmerzen früh erkannt, professionell eingeschätzt und wirksam behandelt werden“, so die DBfK-Präsidentin weiter.
Anlässlich des Aktionstags gegen den Schmerz
appelliert der DBfK an Politik, Einrichtungen und Kostenträger, die Spezielle
Schmerzpflege endlich verbindlich in den Versorgungsstrukturen zu verankern und
damit die Versorgung Millionen betroffener Menschen nachhaltig zu sichern und
zu verbessern.
Die DBfK-Fachgruppe Schmerz hat gemeinsam mit Vertreter:innen der Deutschen Schmerzgesellschaft die Forderungen in einem Positionspapier zum Thema ausführlich dargelegt:
Qualitativ hochwertige Schmerzversorgung durch Spezielle Schmerzpflege